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Exklusives Interview: Steffi Brungs

Steffi Brungs

Sie ist das neue aufstrebende Gesicht von Sport1: Stephanie Brungs! Die junge Sportjournalistin ist inzwischen nicht mehr wegzudenken aus dem Programm des deutschen Sportsenders Nr. 1. Steffi ist sowohl bei Jung als auch Alt beliebt und überzeugt tagtäglich mit Charme und sportlicher Kompetenz.

Ich hatte die Möglichkeit vor dem UEFA Champions League Final in München mit Steffi über verschiedenste Themen zu sprechen.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen dieses sehr interessanten Interviews…

Hier geht es zum aktuellsten Interview mit Steffi Brungs (24.05.2013). Das Thema – das deutsche Champions League Finale in Wembley:
www.chrispd.de/wordpress/2013/05/24/exklusives-interview-steffi-brungs-sport1/

INTERVIEW

Chris Punnakkattu Daniel: Zunächst einmal möchte ich mich bei dir bedanken, dass du dir für dieses Interview ein wenig Zeit nimmst! Wie geht es dir?

Steffi Brungs: Mir geht es sehr gut. Ich habe nun eine Woche frei und verbringe diese bei meiner Familie. Zwischen Spaziergängen mit Oma und Opa, meinem Neffen die Windeln zu wechseln und mit meiner Mama shoppen zu gehen, nehme ich mir demnach doch gerne Zeit für deine Fragen.

Chris: Du bist inzwischen für viele Sport- und insbesondere Fußballfans ein sehr gern gesehenes Gesicht, welches tagtäglich auf Sport1 das Neuste aus der Fußballwelt präsentiert. Wie gefällt dir deine Tätigkeit bei Sport1 und wie bewertest du deine bisherige Zeit bei Deutschlands populärstem Sportsender?

Steffi: Mittlerweile bin ich seit fast einem Jahr bei Sport1 und die Arbeit dort gefällt mir wirklich sehr gut. Ich habe tolle Kollegen, kann den ganzen Tag über mein Lieblingsthema Sport reden und habe genug Abwechslung – sowohl was meine Tätigkeiten, als auch die Themen betrifft. Was viele Zuschauer nämlich gar nicht wissen, ist dass ich bei Sport1 nicht nur als Moderatorin für Bundesliga Aktuell arbeite, sondern am Wochenende auch mal als Redaktionsassistentin oder Beitragsmacherin für die Sport1News. Als ich bei Sport1 angefangen habe, war mir diese Vielfältigkeit sehr wichtig, da ich mich nicht als reine Moderatorin, sondern als Sportjournalistin sehe.
Chris: Wie sehen deine Ambitionen und Pläne für die Zukunft aus? Möchtest du dich langfristig als DAS Gesicht von Sport1 etablieren?

Steffi: Soweit habe ich ehrlich gesagt noch gar nicht gedacht. Das liegt daran, dass ich bei Sport1 eher zufällig in die Moderation geraten bin. Letztes Jahr um diese Zeit war ich noch Praktikantin bei Bundesliga Aktuell, da ich dort mein Praxissemester von der Uni absolvierte. Eher zufällig entdeckten einige Kollegen Moderationsvideos von mir auf Youtube und bumm wurde ich gecastet, eingesetzt und schließlich übernommen. Damit hatte ich damals gar nicht geplant. Ich war so dankbar für diese Chance, sodass ich meinen Job jetzt erstmal einfach nur genießen und bestmöglich umsetzen möchte. Und ob ich mich wirklich als neues Sport1-Gesicht etablieren werde, kann ich selbst nicht sagen. Dies ist ja nicht nur von meiner Leistung und Leidenschaft für den Sport und diesen Sender abhängig, sondern auch von der Zufriedenheit meiner Chefs und vor allem der Zuschauer.

Chris: Wie bist du zum Sportjournalismus gekommen? Ich vermute einmal, dass du selbst sehr sportbegeistert bist?

Steffi: Sport gehört zu meinem Leben, wie Uli Hoeness zum FC Bayern München. Ich war im Leistungsschwimmen, Tennis, Surfen und auch mal im Basketball aktiv, obwohl ich für letzteres größentechnisch viel zu klein war. Fußball und Eishockey habe ich hingegen lieber von der Tribüne aus im Stadion angeschaut. Diese Leidenschaft für den Sport und ebenso die für das drüber berichten, waren seit meiner Kindheit da. Wenn man ein Kind fragt „Was willst du später mal werden?“, sind Astronaut, Superheld oder Profifußballer die häufigsten Antworten. Meine war allerdings damals schon Sportjournalistin. In der Grundschule tauschte ich mit den Jungs Panini-Sammelbilder, auf der Mädchenschule las ich die 11 Freunde statt die Cosmopolitan, es folgten ein Studium in Sportjournalismus, zahlreiche journalistische Praktika, erste Berufserfahrungen und heute – kaum zu glauben – bin ich wirklich das, was ich als Kind unbedingt sein wollte. Sportjournalistin! Auf dem Weg dahin haben wirklich viele an diesem Wunsch und an mir gezweifelt, nur ich nie. Und darüber bin ich heute sehr glücklich.

Chris: Hast du irgendwelche weiblichen Kolleginnen, die du dir zu Vorbild nimmt? Monica Lierhaus und Andrea Kaiser gelten ein wenig als die „Pioniere“ in der Branche. Welchen Einfluss haben/hatten diese Kolleginnen auf deinen Werdegang?

Steffi: Meiner Meinung nach gibt es im Sportjournalismus immer noch viel zu wenige Frauen. Wir sind redaktionell immer noch nur bei 8 Prozent Frauenanteil, auch wenn die Zahl der Sportmoderatorinnen oder –reporterinnen vor der Kamera zu wachsen scheint. Diese wenigen haben aber stets noch mit vielen Klischees zu kämpfen. Eines dieser wäre das der „schönen Quotenfrau“. Das Problem ist, dass es in der Tat immer noch Kolleginnen gibt, die dieses Klischee mit Bravour bestätigen: Trotz Augenschmaus und toller Moderation fehlt es häufig noch an Kompetenz und an Leidenschaft. Eine, die dieses Klischee für mich persönlich bisher besonders widerlegt hat, war Monica Lierhaus. Für mich wäre es ein Traum eines Tages nur halb soviel Anerkennung zu erreichen, wie sie zu ihren Sportschau-Zeiten. Genau wie sie prägte aber auch Sabine Töpperwien, WDR2-Sportchefin, definitiv meinen Weg. Sie war die erste Frau, die regelmäßig in der ARD-Bundesligakonferenz zu hören war und immer noch ist. Diese Frauen haben für mich bewiesen, dass es Frauen im Sport packen können. Es gibt aber natürlich auch einige aktuelle Kolleginnen, die man nur loben kann. Neben Andrea Kaiser (Ran) sind das meiner Meinung nach besonders Esther Sedlaczek (Sky – Mein Stadion), Daniela Fuß (Sport1 – Hattrick), Britta Hofmann (Sky Sport News) und Anett Sattler (Sport1 – Liga Total). Ich bin mir sicher, dass wir von diesen Frauen in Zukunft noch einiges im Sport hören werden.

Chris: Bei Sport1 hast du einen Themenschwerpunkt „Fußball“. Wie sehr bist du inzwischen dem Fußball „verfallen“?

Steffi: Dem Fußball bin ich schon lange verfallen. Mein erstes Fußballjahr, was ich so richtig miterlebt hab und woran ich mich auch noch erinnern kann, war 1996. Da war ich sieben Jahre alt. Im Halbfinale der EM gab’s einen echten Klassiker: Deutschland muss gegen England in den Elfmeterkrimi. Köpke hält beim Stand von 5:5 gegen Southgate und Andi Möller macht den Entscheidenden rein. Ich bin damals absolut ausgetickt! Im Finale wartete dann Tschechien. Es geht wieder in die Verlängerung, doch in der 95. dann die Erlösung: Oliver Bierhoff schießt uns mit dem Golden Goal zum Europameister! Man hab ich meinem Dad die Ohren voll gebrüllt. Wie eine Irre bin ich erst durchs Haus, dann über die Straße gelaufen. Mein damaliges EM-Panini-Sammelalbum konnte ich zwar bis heute nicht komplettieren. Aber ich habe es voller Stolz als Erinnerung an dieses erste bewusste Fußballerlebnis bis heute aufbewahrt.

Chris: Hast du einen Lieblingsverein, dem du regelmäßig die Daumen drückst?

Steffi: Natürlich habe ich einen Lieblingsverein. Sonst wäre ich ja kein richtiger Fußballfan. Da ich aber Sportjournalistin bin und eigentlich neutral sein sollte, verrate ich den ungern. Aber ich gebe dir gerne ein paar Tipps: In meinem Geburtsjahr 1989 wurden sie DFB-Pokalsieger, in meinem ersten Fußballjahr 1996 wurden sie Meister und 1997 gewannen sie die Champions League durch einen entscheidenden Treffer von Andrea Kaisers heutigem Ehemann. Na, eine Ahnung, welchen Verein ich meine? Ok, noch ein Tipp: Diese Saison holten sie das Double!

Chris: Du lebst nun aus beruflichen Gründen in München, einer Stadt, die sehr oft als Deutschlands Fußballhaupstadt tituliert wird. Gerade hier findet nun im Mai mit den Finalspielen der UEFA Champions League das Highlight der europäischen Fußballsaison statt. Wie sehr freust du dich schon auf das Spektakel?

Steffi: Ich freue mich sehr auf das Champions League Finale in München. Auch wenn ich kein Bayern-Fan bin, habe ich ihnen zugegebenermaßen wirklich die Daumen gedrückt, dass sie es ins Finale Dahoam schaffen. Ganz Fußballdeutschland wird am Samstag nach München schauen, die Stadt wird voller Fußballfans sein und die Stimmung wird sicherlich atemberaubend ganz egal wie das Spiel ausgehen wird.

Chris: Wie bewertest du die Stimmung in München vor diesem großen Finale in der Allianz Arena? Insbesondere vor dem Hintergrund, dass der FC Bayern München als Heimmannschaft im Finale steht?

Steffi: Als es die Bayern am 25. April nach dem Elfmeterschießen gegen Real Madrid ins Finale schafften, war in München ordentlich was los. Feierei in und vor jeder Kneipe, zahlreiche Autocorsos in den Straßen der Stadt, fremde Menschen lagen sich in den Armen und aus jedem Wohnzimmer hallten in voll aufgedrehter Lautstärke immer wieder die Worte „Hasta la vista Bayern finalista!“. Demnach wird es am Samstag sicher noch mal größer, lauter, voller und verrückter! Wie die Stimmung momentan ist, kann ich allerdings nicht sagen, da ich selbst gerade nicht in München bin und erst am Freitag, einen Tag vor dem großen Spiel, nach München zurückfliege.

Chris: Was würde deiner Meinung nach ein Titelgewinn des FC Bayerns für die Stadt bedeuten?

Steffi: Der Champions-League-Sieg würde sowohl für den Verein, als auch für die Stadt sehr viel bedeuten. Zum einen natürlich, weil den Bayern mit der Meisterschaft und dem DFB-Pokal diese Saison schon zwei Titel durch die Lappen gegangen sind. Der Stolz der Bayern ist viel zu groß, um ein drittes Mal nur Zweiter zu werden und somit den Titel „Vize-Bayern“ aufgestempelt zu bekommen. Zum anderen spielt natürlich aber auch die Tatsache, dass noch keine Mannschaft den Champions-League-Titel im eigenen Stadion geholt hat, eine große Rolle. Sollten die Bayern diesen Titel also holen,  könnten sie den Verlust der diesjährigen Meisterschaft und des Pokals vergessen machen, aber – noch viel wichtiger – Fußballgeschichte schreiben.
Chris: In Deutschland wird inzwischen dem FC Bayern die Favoritenrolle im Finale zugesprochen. Wie beurteilst du die Chancen des FC Bayern und sind sie tatsächlich der Favorit gegen Chelsea? Wie sehr wird deiner Meinung nach der „Heimvorteil“ den FC Bayern im Finale beflügeln?

Steffi: Es ist schwer hier jemanden als Favoriten zu betiteln. Beide Mannschaften sind stark motiviert aber manntechnisch geschwächt. Nach zwei vergebenen Titeln stehen die Bayern meiner Meinung nach ganz schön unter Druck. Allerdings wissen wir alle, dass das bei den Bayern die Motivation auslöst diesen Titel auf jeden Fall zu sichern, um diese Saison nicht komplett leer auszugehen. Und dadurch dass dieses Finale für die Bayern auch noch im eigenen Stadion stattfindet, kommt zu dem Willen und der Motivation zusätzlich noch ein ganzer Schuss Adrenalin und ihre Heimstärke. Von dieser Euphorie darf man sich aber nicht blenden lassen. Denn wenn man mal über die Aufstellung nachdenkt, sehe ich diese in Bezug auf die Abwehrreihe als die größte Herausforderung für die Bayern. Zuletzt sahen wir im Pokalfinale trotz Stammbesetzung ein wirklich fehlerhaftes Defensivverhalten. Nun kommt aber auch noch das Fehlen von Badstuber und Alaba aufgrund ihrer Sperren dazu, wofür höchstwahrscheinlich Tymoshchuck und Contento reinrücken. Die Viererkette ist in dieser Formation ohne echten Härtetest und muss nun in diesem für die Bayern wichtigsten Spiel des Jahres ihre Tauglichkeit beweisen. Gut ist an dieser Stelle, dass es beim Gegner ähnlich aussieht. Zwar wird Chelsea aufgrund des FA-Cup-Sieges sicherlich überzeugter und mit mehr Selbstvertrauen in dieses Finale starten, muss aber ebenso durch Sperren wichtiger Defensivspieler, wie Iovanovic und Kapitän Terry in der Abwehr improvisieren. Ich sehe für die Bayern leichte Vorteile, eben dadurch dass sie zuhause spielen, das Stadion kennen, mehr Fans im Rücken haben werden. Als klaren Favoriten sehe ich sie deswegen aber nicht.

Chris: Wie würde deine Taktik als Fachfrau im Finale aussehen, wenn du an Jupp Heynckes Stelle auf der Trainerbank sitzen würdest? Was muss die Mannschaft gegen Chelsea tun, um den „Pott“ in München zu behalten?

Steffi: Chelsea hat in den letzten Spielen sehr stark auf Defensivtaktik gesetzt und ich denke, das werden sie auch im Finale tun. Sie werden sich in ihre eigene Hälfte zurückziehen und dann über gezielte Konter angreifen. Die Bayern müssen demnach von der ersten Minute an wach und hochkonzentriert sein. Denn wenn Chelsea die Chance auf ein Konter bekommt und der Abwehrreihe dann Fehler wie im Pokalfinale unterlaufen, werden Spieler wie Drogba und Torres auf jeden Fall zuschlagen und verwandeln. Die Bayern sollten demnach vor allem auf ihre Offensivstärke setzen, von der ersten Sekunde an vorne Druck machen und den Ball erst gar nicht in die eigene Hälfe kommen lassen. Ideal wäre ein frühes Tor, um den Druck auf den Gegner zu erhöhen. Denn die Bayern haben bisher jedes Champions-League-Heimspiel gewonnen und meist mit einem frühen Tor in den ersten 20 Minuten.

Chris: Wenige Tage vor dem Herrenfinale findet im Münchener Olympiastadion auch das Finale der Damen zwischen dem 1.FFC Frankfurt und Olympique Lyon statt. Leider geht dieses Finale ein wenig in der Öffentlichkeit unter. Täuscht der Eindruck? Und wie sehr interessiert dich persönlich das Frauenfinale?

Steffi: Der Frauenfußball geht allgemein etwas unter. Obwohl die Zuschauerzahlen im Stadion stetig steigen, bleibt die Medienaufmerksamkeit abgesehen von den Übertragungen oft aus. Genauso sind  die Werbemaßnahmen für solche Spiele der Damen wesentlich geringer als bei Spielen der Herren. Ich muss zugeben, dass ich erst mit meinem Studium begonnen habe mich mit Frauenfußball zu beschäftigen. Aber selbst da beschränkte sich mein Interesse auf die Nationalmannschaft und eben Großveranstaltungen, wie die Heim-WM, das DFB-Pokal-Finale oder die Endrunden der Champions League. Die Liga verfolge ich ehrlich gesagt selten. Das Frauenfinale interessiert mich jedoch schon und ich werde es auch verfolgen. Aber es begeistert mich eben einfach nicht so sehr wie das Finale, was wir am Samstag in München sehen werden.

Chris: Würdest du dir grundsätzlich mehr öffentliches Interesse am Frauenfußball wünschen? Was können im speziellen die Medien dafür tun?

Steffi: Ich wünsche dem Frauenfußball auf jeden Fall mehr Aufmerksamkeit. Schließlich gehören die deutsche Frauen-Nationalmannschaft und die deutsche Frauen-Bundesliga zu den Stärksten der Welt. Allerdings ist es schwer die Medien und die Menschen für den Frauenfußball zu begeistern, da er immer noch in der Entwicklung ist und die Gesellschaft einfach noch nicht bereit ist vom Vergleich zum Männerfußball loszulassen. Natürlich könnten die Medien den Stellenwert des Frauenfußballs in der Gesellschaft beeinflussen, indem sie mehr über ihn berichten. Doch die Medien funktionieren eben auch nur nach dem Prinzip von Angebot und Nachfrage. Die Medien bieten keine Berichterstattung über Frauenfußball an, weil die Nachfrage des Publikums noch nicht vorhanden ist. Ich meine, die deutsche Herren-Bundesliga gibt es seit den 60er Jahren, kommerzialisiert hat sie sich so richtig aber erst in den 90ern. Die Frauen-Bundesliga wurde aber erst 26 Jahre später, also 1989, gegründet. Demnach sage ich: Geben wir dem Ganzen doch einfach noch ein bisschen Zeit. Ich bin mich sicher, dass das Interesse seitens der Medien und Gesellschaft noch wachsen wird. Einen Hype, wie wir ihn um den deutschen Männerfußball erleben, wird meiner Meinung nach allerdings ausbleiben.

Chris: Wirst du eines der beiden Finalspiele in München besuchen? Wo und mit wem wirst du dir das Saisonhighlight anschauen, wenn du nicht im Stadion sein solltest?

Steffi: Ich werde keines der beiden Finals im Stadion verfolgen können. Zur Zeit des Frauenfinals bin ich noch in Köln bei meiner Familie und das Männerfinale am Samstag werde ich gemeinsam mit meinen Kollegen von Sport1 anschauen. Wo? Das entscheiden die Männer. Die sind in meiner Redaktion schließlich in der Überzahl.

Chris: Hast du eine Empfehlung für Fußballfans, die ohne Ticket nach München reisen werden und gerne das Spiel schauen möchten? Welche Locations würdest du als Münchenerin diesen Fans zum beliebten „Rudelgucken“ empfehlen?

Steffi: Also, meine Lieblingsfußballkneipen sind das Stadion an der Schleißheimer Straße und das Cafe Munich auf der Leopoldstraße. Beide sind für Samstag allerdings schon komplett ausgebucht. Genauso ist das Public Viewing im Olympiastadion oder auf der Theresienwiese zwar zu empfehlen, aber auch schon fast ausverkauft. Wer was vom Spiel sehen will und gute Plätze haben will, sollte sich also schnell entscheiden und sich entweder online noch Karten fürs Public Viewing sichern oder irgendwo fix einen Tisch reservieren ganz egal wo. Denn klar ist, jede Kneipe wird dieses Spiel am Samstag übertragen.

Chris: Eine alte Fußballweisheit besagt, dass „nach dem Spiel vor dem Spiel ist“. In Kürze startet die Europameisterschaft in Polen und der Ukraine. Was traust du der deutschen Mannschaft zu? Holen die Jungs mit dem Adler auf der Brust den Titel?

Steffi: Es wär auf jeden Fall mal wieder Zeit für einen EM-Titel der Deutschen und den traue ich der Mannschaft um Jogi Löw definitiv zu. Ich meine, wenn man die Leistungen und die Platzierungen der WM 2010 oder der EM 2008 betrachtet, stehen nicht nur die Chancen gut. Auch die Motivation der Spieler wird groß sein es nun endlich zu packen. Ich bin allerdings der Meinung, dass Löw bei der Nominierung für den vorläufigen EM-Kader einige Fehlentscheidungen getroffen hat. Ich hätte zum Beispiel statt Cacau Helmes und statt Draxler Großkreutz nominiert. Aber Jogi wird schon wissen was er macht, schließlich war die Nationalmannschaft mit ihm bisher recht erfolgreich.

Chris: Abschließend möchte ich dir noch die Möglichkeit bieten, deinen Fans in Deutschland und den neuen Fans in Indien eine Botschaft zu übermitteln…

Steffi: Vielen Dank, dass ihr mich so gut aufgenommen habt und euch meine Arbeit gefällt. Die Moderation ist zwar mein Job, aber der Sport meine Leidenschaft und ich bin so froh, dass nicht nur ich, sondern auch ihr davon überzeugt seid, dass ich bei Sport1 am richtigen Platz sitze. Ich hoffe wirklich, dass ich euch im Sport noch lange informieren, unterhalten und bespaßen werde. Also, vielen Dank für eure bisherige Unterstützung. Ich hoffe, ihr bleibt mir treu und schaltet weiter fleißig ein!
Chris: Steffi, ich möchte mich nochmals bei dir für dieses Interview bedanken! Ich wünsche dir auf deinem weiteren beruflichen und persönlichen Weg alles Gute!

Steffi: Vielen Dank. Ich wünsche dir auch alles Gute und viel Spaß beim CL-Finale und der Europameisterschaft.

Hier geht es zum aktuellsten Interview mit Steffi Brungs (24.05.2013). Das Thema – das deutsche Champions League Finale in Wembley:
www.chrispd.de/wordpress/2013/05/24/exklusives-interview-steffi-brungs-sport1/